Bauwesen Streitlösung, DGA Berlin, Information DGA
Bauwesen Streitlösung, DGA Berlin, Information DGA
DGA-Bau Deutsche Gesellschaft für Außergerichtliche Streitbeilegung in der Bau- und Immobilienwirtschaft e. V.
DGA-Bau Deutsche Gesellschaft für Außergerichtliche Streitbeilegung in der Bau- und Immobilienwirtschaft e. V.

Mitgliedschaft

Weiterbildung zum Streitlöser DGA-Bau-Zert®

Der 1. Ausbildungslehrgang

wurde von allen Teilnehmern erfolgreich absolviert.

 

Auch die Termine zum 2. Ausbildungslehrgang vom 17.01.-29.06.2019 stehen schon fest.

FLYER

Anmeldung

 

Ort: Ismaning bei München

Streitlöser-Datenbank

Wir bereiten die Streitlöser-Datenbank vor. Informieren und Registrieren Sie sich hier.

Termine DGA-Bau

17.01.-04.05.2019 / 29.06.2019

Lehrgang zum Streitlöser DGA-Bau-Zert® / Upgrade und Fortbildung zum Zertifizierten Wirtschaftsmediator

29.03.2019

9:00 Uhr bis 17:00 Uhr

9. Kongress Konfliktmanagement in der Bau- und Immobilienwirtschaft

in Berlin, Steigenberger Hotel Am Kanzleramt.

Vorabendtreffen am 28.03.2019, 19:30 Uhr.

 

ANMELDUNG

09.10.2019

Gemeinsame Arbeitskreissitzungen (13:00 - 15:00 Uhr) und Jahreshauptversammlung (16:00 - 18:00 Uhr) in München

Verfahren der ASB

Der AK 1 hat einen Gesamtüberlick über die Verfahren der ASB ausgearbeitet. Klicken Sie hier.

FLYER 2018

Die wichtigsten Informationen haben wir in unserem Flyer, Stand: 10.01.2018, zusammengestellt.

Geschäftsstelle

DGA-Bau e. V.
Heidefalterweg 12
12683 Berlin

Kontakt

Rufen Sie einfach an unter

+49 30 56586221

 

AK 6 Konfliktvorbeugung beim öffentlichen Auftraggeber

Von Dieter Grömling

 

Ausgangslage

Baulich-technische Infrastruktur ist für unsere Volkswirtschaft von hoher Bedeutung. Noch immer hat im Branchenvergleich das „Bauen“ in Deutschland eine relativ geringe Produktivität, eine relativ hohe Fehlerquote und einen relativ niedrigen Grad an Digitalisierung. Alle drei Pegelstände sollten sich im Interesse einer zukunftsorientierten Entwicklung  ins Gegenteil verkehren!

Aus Sicht von Ingenieuren wird Verrechtlichung und Bürokratisierung beklagt. Dies ist verständlich. Dahinter stehen aber be“recht“igte Bedürfnisse wie wirtschaftlicher Druck, Transparenzanspruch für Bürger und Parlamente, Schuldenbremse in den öffentlichen Haushalten, Ansprüche an das „Mitnehmen“ sämtlicher Stakeholder, Legalitätsnachweise.

Die Rechtslage im öffentlichen Bau ist mittelstandsfreundlich. Firmen können Projekte potentiell „stören, behindern, verzögern“. Vergabeeinsprüche kosten den Veranlasser so gut wie nichts, führen jedoch beim Bauherrn zu schwer kalkulierbaren Risiken. Alleine wegen dieser Rechtsrisikoabwägung werden 99% aller öffentlichen Ausschreibungen im Baubereich an den „Billigsten“ vergeben, obwohl der Zuschlag grundsätzlich auf das „wirtschaftlichste Angebot“ erfolgen soll. Andere Bereiche sind hier schon weiter, insbesondere im Bereich der IT-Vergabe sind Wertungsmodelle heute schon üblich und am Markt akzeptiert.

Firmen unterliegen selbst einem hohen wirtschaftlichen Druck, sind bzgl. Vergabe und Recht mehr als früher fortgebildet und konfliktbereit. Sie kennen die „Welt“ des öffentlichen Bauherrn und nutzen Angriffspunkte (Änderungen, „unscharfe“ Grundlagen, Rechtsbindungen). Gewinne lassen sich manchmal über Streit eher erreichen, als mit der eigentlichen Bauleistung. Bei komplexen technischen Projekten – wie es Forschungsbauten sind - gibt es zudem einen Zielkonflikt zwischen zwei jeweils berechtigten Interessen:

Es gibt Konkurrenzdruck und Dynamik in der Wissenschaft (globaler Wettlauf im „Streben nach Erkenntnis“) – jeder Zeitbedarf für Bauen ist problematisch!

Es gibt Optimierungsdruck auf den Bauprozessen (Bauherr MUSS: erst gründlich planen, nichts ändern, dann ausschreiben und bauen) – Zeit ist unabdingbar nötig!!!

Es wird also für komplexe, öffentlich finanzierte Projekte stetig anspruchsvoller, sie zügig, wirtschaftlich und bedarfsgerecht voran zu bringen.

 

AK KoBI - Motivation

Mein Berufsalltag mit sehr interessanten, zum Teil konfliktreichen Bauprojekten, die Evaluation des „Bauens in der MPG“ (PAAR seit 2011: Prozesse, Anforderungen, Aufgaben,, Ressourcen), unser Engagement im Bereich Nachhaltigkeit (EGNATON, DGNB; BNB), das Thema Baumediation sowie Konfliktmanagement (IHK, RTMKM), Fortbildungen zum Umgang mit Rechtsstreit sowie die Ansprüche, „über den Tellerrand zu blicken“, positive Fehlerkultur zu leben und Erfahrungen zu bündeln, ergaben für mich das Bild von „den 3 häufigsten Ursachen von Konflikten im Bau“:

  1. Bedarf und Budget stimmen nicht überein!
  2. Der Bauherr weiß nicht konkret genug, was er will!
  3. Die beteiligten Menschen agieren nicht optimal!

Anfang 2014 berichtete mir Prof. Dr.-Ing. Claus Jürgen Diederichs von der Gründung der DGA-Bau (Deutsche Gesellschaft für Außergerichtliche Streitbeilegung e.V.). Es entstand die Idee einer Kooperation. Uns interessierte, ob über das in der Branche derzeit breit diskutierte hinaus noch weitere Impulse wichtig sind, z.B. aus dem Bereich Baumediation (Berufsbild „Konfliktvorbeuger im Bauwesen“?). Deshalb entstand die gemeinsame Initiative KoBI (MPG + -Bau), sozusagen zur Bündelung des Erreichten, zur Absicherung der Vollständigkeit, zur Aufnahme wirklich aller zukunftsorientierter Impulse.

Ein breiter Teilnehmerkreis fand sich zügig. Viele Organisationen und Unternehmen – national und global – stehen ja vor der Herausforderung eines angemessenen „Umgangs mit Bau + Infrastruktur“, bei unterschiedlichen Zyklen von Bedarfen und Material sowie hoher Dynamik der Nutzerbelange. .Mit sehr hoher Schnittmenge arbeitete auch die Reformkommission des Bundestages für Bau von Großprojekten an diesen Fragestellungen. Im Grunde ist ein Dank angebracht, an alle Amtsautoritäten ohne Baufachkunde, die derzeit Großbauprojekte NICHT zu Ende bringen können. Diese Konflikte fördern Innovation. Der Boden ist geebnet für Zuhören, Nicht-Trivialisieren, WERT-schätzen von „Bauen“ (Finanzen / Komplexität / Risiken / Menschen).

 

AK KoBI - Konzept und „Findungsphase“:

Der AK lebt von freiwilliger Mitarbeit, der Prozess war und ist ergebnisoffen. Beteiligte sind fachkundige Vertreter von Bauherren (MPG, FhG, HGF, Bayern, Sachsen, Stadt München) sowie Fachleute Bau, Recht, Finanzen, Projektmanagement.

Zwischen April und November 2014 wurden unter der Leitidee „Vorbeugung“ Impulsvorträge gehalten und gründlich diskutiert. Sehr unterschiedliche Blickwinkel flossen in die Überlegungen ein. Folgende Themen haben sich nach dieser „Findungsphase“ herauskristallisiert. Sie wurden in Gruppenarbeit vertieft betrachtet:

  1. Außergerichtliche Streitbeilegung  
  2. Risikoabbildung im Haushalt         
  3. Flexibilität bei Bauvergaben                      
  4. Faktor Mensch (Querschnitt)
  5. Einfachheit beim Bauen (Q)
  6. Analyse von Konfliktursachen (Q)

 

AK KoBI Ergebnisse „Bearbeitungsphase“ und Ausblick

Die Arbeit der Gruppen wurde im Juli 2015 abgeschlossen. Eine Dokumentation hält die Ergebnisse fest. Ein Abgleich mit den Arbeitsthesen der Reformkommission ergab ein hohe Übereinstimmung.

Ab Herbst 2015 werden Projektsupervisionen durchgeführt. Projekte sollten systematisch mit den KoBI-Empfehlungen verglichen werden im Sinn von: „Hätte dies Konflikten vorgebeugt?“ Ziel: Geeignete Foren schaffen, um positive Fehlerkultur, lessons learned und interdisziplinären Austausch „zu leben“, zur Optimierung des eigenen Handelns.

Eine praxisnahe, für Supervision passende Reihenfolge der Kriterien wurde erarbeitet:

  1. Analyse von Konfliktursachen
  2. Faktor Mensch - Personal- und Teamkompetenz
  3. Ganzheitlich strukturiertes Planen und Bauen, „Einfachheit“
    1. Projektorganisation (Erfolgreiche Projektentwicklung in der Phase 0, Rolle öffentlicher Bauherr)
    2. Gebäudekunde (technisch-typologische Optimierung)
    3. Nachhaltigkeit (ökologische, ökonomische, technische, soziokulturelle und funktionale Qualität)
    4. BIM
  4. Risikoabbildung im Haushalt
  5. Flexibilität bei Bauvergaben
  6. Außergerichtliche Streitbeilegung

 

Wesentliche Aussagen und Ergebnisse der Gruppenarbeit:                              

 

Zu „Analyse von Konfliktursachen“:

Es wurde zunächst unter den im Arbeitskreis KoBI vertretenen Experten eine Umfrage zu Konfliktthemen durchgeführt. Die genannten Ursachen wurden mit verfügbaren Studien zu Konflikt- und Störungsursachen verglichen. Hinsichtlich der genannten Konfliktthemen wurde trotz teilweise unterschiedlicher Rangfolgen und im Detail variierender Untersuchungsziele eine große thematische Schnittmenge festgestellt.

Als Besonderheit des Bereichs der Forschungs- und Technologiebauvorhaben konnte die Bedeutung der Änderungsdynamik von Nutzeranforderungen identifiziert werden. Zusätzlich wurde häufig fehlender Teamgeist als Konfliktursache benannt.

Zu den wichtigsten Konfliktthemen wurden Hintergründe / Auslöser und präventive Steuerungsmöglichkeiten erarbeitet, die bei den Projektsupervisionen ab Herbst 2015 fortgeschrieben werden.

 

Zu „Faktor Mensch - Personal- und Teamkompetenz“

Das Zitat aus den AK-Sitzungen: „Projekte scheitern nicht an der Technik, sondern an Menschen“, ist zutreffend. Der Faktor Mensch als Einflussfaktor – positiv wie negativ - liegt in der Baubranche mit ca. 60% deutlich höher als z.B. im Anlagen- oder Maschinenbau (10-20%). „People Business“ muss also sehr ernst genommen werden!

Die am Baugeschehen beteiligten Menschen haben zu wenig Zeit, um allen Anforderungen gerecht zu werden. Wir brauchen gesunde, motivierte Menschen, individuell in ihren Stärken gefördert, gemeinsam im Team fokussiert, mit Konfliktlösungskompetenz.

Sie sollten sich ganzheitlich für Bauen interessieren, gut ausgebildet sein und fortgebildet werden. Sie müssen angemessen vergütet werden - der Markt ist hochkompetitiv - und es muss Spaß machen, Platz lassen für Leidenschaft und Begeisterungsfähigkeit, auch für die kommende Generation. Für weniger macht es keiner mehr (gut).

Ein Zitat aus der Reformkommission muss Konsequenzen haben: „Bessere Projekte brauchen selbstverständlich Mehraufwand beim Bauherrn“.

 

Zu „Ganzheitlich strukturiertes Planen und Bauen, Einfachheit“

Aus dem ersten Ansatz „Einfachheit“ hat sich im Laufe der Gruppenarbeit ein ganzheitlicher Kriterienkatalog entwickelt.

Das Leitbild „Einfachheit“ als Gegenreaktion zur Dynamik und Komplexität in vielen Lebensbereichen ist derzeit „populär“. Beim Bauen sind darunter die professionelle Anwendung und Optimierung von Projektorganisation, Gebäudekunde und Nachhaltigkeit zu verstehen.

Mit anderen Worten: „Konzepte von Architekten und Ingenieure müssen Entwurfsgefüge kreieren, die von Firmen und Menschen heute noch mit wirtschaftlich vertretbarem Aufwand gebaut werden können“. Dies gilt jedenfalls für den ganz überwiegenden Anteil der öffentlichen Bauaufgaben. Die Förderung des digitalen Planens, Bauens und Betreibens („Methode BIM“) rundet all diese Anforderungen ab. Der anstehende Kulturwandel wird unterschiedlich bewertet. Verflachung durch Vereinheitlichung zu Lasten der Baukultur wird mancherorts befürchtet. Diese Ängste müssen ernst genommen, aber überwunden werden. Symbiose im biologischen Sinn könnte ein passender, integrierender Begriff sein (dies beschreibt Win-Win, aber auch Fälle, bei der eine Seite Vorteile hat und die andere Seite keine Nachteile).

 

Zu „Risikoabbildung im Haushalt“

Eine breit geführte Diskussion beschäftigt sich derzeit mit einem zeitgemäßen Umgang mit Risiken. Es gibt unterschiedlich aufwändige „Managementkonzepte“.

Das Ziel sollte sein, Risiken für Einzel- und Gesamtbudgets fundiert, aber nicht zu kompliziert zu benennen und zu monetarisieren. Praxistaugliche bauherrnseitige Vorgaben sollen abgeleitet werden, um Risikobudgets in schlankem Verfahren zu aktivieren. Dazu gehört u.a. „Positive Fehlerkultur, einfache Faustregeln, eigene Intuition und transparente Risikokommunikation“.

Der Fokus des fachkundigen Bauherrn, Budgets grundsätzlich einzuhalten, darf dabei nicht verloren gehen.

 

Zu „Flexibilität bei Bauvergaben“

Die Vorgaben der EU-Richtlinie über die öffentliche Auftragsvergabe werden durch das Vergaberechtsmodernisierungsgesetz bis April 2016 in nationales Recht umgesetzt. Es muss jetzt darum gehen, das Beste aus den gegebenen Möglichkeiten zu machen und potentielle Spielräume zu nutzen.

Die Herausforderung besteht darin, den Prozess aktiv zu begleiten (Themen: Wahl des Vergabeverfahrens, Innovationspartnerschaft, Nebenangebote, Eignungs- und Zuschlagskriterien), die engen Handlungsspielräume auszuloten und mögliche Wertungsmodelle zu skizzieren. Diese neuen Wege werden im Rahmen der Durchführung eines Pilotprojektes erprobt.

Ziel ist auch, vom leidigen Prinzip „Vergabe an den Billigsten“ abzuweichen, was ja später zu teuren Konflikten führen kann.

 

Zu „Außergerichtliche Streitbeilegung“

Die am AK beteiligten Bauherrenvertreter stimmten in der Einschätzung überein, dass aus wirtschaftlichen, zeitlichen und inhaltlichen Gründen gerichtlicher Baustreit möglichst vermieden werden muss. Die Dokumentation enthält einen Leitfaden mit den wichtigsten außergerichtlichen Streitbeilegungsmethoden.

Optimierungspotentiale des bauherrnseitigen Handelns werden in gründlicher Projektvorbereitung und möglichst perfekter projektbegleitender Dokumentation gesehen. Planungs- und baubegleitende Einschaltung von Fachleuten (z.B. Baufachmann + Jurist) bei Projekten besonderer Komplexität soll erwogen werden.

All dies erhöht u. a. die Chancen auf erfolgreiche Nachtragsverhandlungen und hat ganz allgemein konfliktvorbeugende Auswirkungen.

Allein die Tatsache, dass ein Bauherr „relativ wenig Rechtsstreitigkeiten hat“, bedeutet noch nicht, dass er ausreichend gut aufgestellt ist, um eine nachhaltige Balance zwischen Budget, Termin und Qualität zu erreichen.

 

Ausblick:

Insgesamt soll die große Chance genutzt werden, das derzeit in Deutschland vorhandene Reformklima im öffentlichen Bauen in konkrete und multidimensionale Optimierungsschritte münden zu lassen. Wichtig ist dabei die Ausgestaltung der Rolle des „fachkundigen öffentlichen Bauherrn“ und die Stärkung des hierzu nötigen interdisziplinären Teams mit den projektbeteiligten Personen.

Die Befassung mit Methoden der Konfliktvorbeugung spielt dabei eine wichtige Rolle. Im AK KoBI wird weiter versucht, gemeinsam aus Konflikten zu lernen, damit Projekte so organisiert sind, dass man für potentiellen Streit optimal aufgestellt ist und ihn genau deshalb vermeidet. These:

Je professioneller „am Bau Beteiligte“ gemeinsam handeln,
je konsequenter sie zu Beginn für Klarheit sorgen,
desto weniger Konflikte gibt es und,
umso höher ist die Chance auf außergerichtliche Streitbeilegung im Konfliktfall.


Dieter Grömling

Allen Beteiligten am AK danke ich ganz herzlich für die engagierte und kompetente Zusammenarbeit.

 

Anlage: „Auf einem Blatt Papier“
AK KoBI – Konfliktvorbeugung für Bau- und Infrastrukturprojekte beim
öffentlichen Auftraggeber

 

 

Optimales Planen, Bauen und Betreiben

Projekte sollten sich künftig an den folgenden Prinzipien orientieren und messen lassen. Konsequente Eskalation bei Abweichung muss dies unterstützen, durchsetzen und nachhaltig implementieren. Der „Kunde“ von Baudienstleistungen hätte hiervon den größten Profit:

  • Projekterfolg hängt unmittelbar zusammen mit der Kompetenz und der Präsenz eines*r Projektleiters*in. Kontinuität in der Projektleitung ist ein wichtiger Erfolgsfaktor.
  • Projekte basieren auf einer fundierten Projektentwicklung, Grundlagenermittlung und Bedarfsplanung (Phase 0). Der Nutzer ist mit einem kompetenten, autorisierten und erfahrenen Koordinator vertreten, hat vollumfänglich formuliert, was er braucht, dabei seine eigenen Betriebs- und Sicherheits­belange eingebracht.
  • Er wurde vom „fachkundigen Bauherrn“ – der interdisziplinär aufgestellt ist und Fachkunde bzgl. Bau, Technik, Betrieb, Vergabe, Recht, IT und Finanzen integriert vertritt – so beraten, dass die Erwartungen und die Wahrnehmung über das angestrebte Bau-Soll optimiert wurden und übereinstimmen.
  • Dem berechtigten Termindruck der Nutzer wird durch möglichst frühzeitige Kommu­nikation und gemeinsame(!) Arbeit – insbesondere durch Kooperation der für Investitionen und Betrieb zuständigen Personen – begegnet. In Kosten- und Terminaussagen sind Risikofaktoren integriert.
  • Die Projektbeteiligten sind kompetent, erfahren („erinnern sich an lange bekannte Prinzipien im Bau“), haben die nötige Zeit, handeln kooperativ, pragmatisch, zielorientiert und als Team.
  • Verträge sind fair. Potentiellen Konflikten wird systematisch vorgebeugt. Führung und Organisation basieren auf Mediationskompetenz und dem Bewusstsein, dass Bauen „Menschenarbeit“ ist und eskalierter Streit in der Regel nur Verlierer hat.
  • Je höher die Gesamtqualität in einem Projekt ist, desto weniger Konflikte gibt es und umso höher ist die Chance auf außergerichtliche Streitbeilegung.
  • Die Planung ist technisch-typologisch optimiert, das Baugefüge flexibel, „marktgerecht“ und damit wirtschaftlich sowie im Kostenrahmen erstellbar.
  • Dies führt zu Einfachheit in Konzepten und Prozessen als  Antwort auf die stetig steigende Komplexität sämtlicher Vorgänge.
  • Value Engineering für Planung und Ausführung stabilisiert das Handeln.
  • Nach einem allseits akzeptierten „point of no return“ kommen Änderungen nur noch in Ausnahmefällen vor und unterliegen einem etablierten Change Request-Verfahren.
  • Nachhaltigkeit ist durch gelebte und implementierte BNB-Kriterien (Bewertungssystem Nachhaltiges Bauen für Bundesgebäude – Kriterien: Prozessqualität und technische, ökonomische, ökologische sowie soziokulturelle und funktionale Qualität) gewährleistet.
  • Impulsen zu digitalem Planen, Bauen und Betreiben wird integrativ begegnet

Bauen ist wertvoll, interessant und macht Spaß.


Dieter Grömling, Bauabteilung Max-Planck-Gesellschaft

 

 

 

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© DGA-Bau Deutsche Gesellschaft für Außergerichtliche Streitbeilegung in der Bau- und Immobilienwirtschaft e. V., Stand: 14.11.2018